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Geschichte

2006 wurde mit Genehmigung des Bischofs der Diözese Kabale Rt. Rev. Callist Rubaramira, in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen der Gemeinde Buhara, vom katholischen Priester Dr. Pastor Mpora die Initiative zur Errichtung einer Berufsschule gestartet.

2007 begannen die Planungs- und Aufbauarbeiten. Im Ntarabanatal wurde auf dem 1800m hohen Nyamitooma Hügel ein Grundstück gekauft. Anschließend wurden darauf sechs Klassenzimmer, ein LehrerInnenwohnhaus, eine Schulküche und die sanitären Anlagen errichtet. Die Dorfgemeinschaft half unter anderem beim Straßenbau, bei der Ziegelproduktion am Fuß des Hügels und beim Bau der Schulgebäude.

Im Februar 2008 wurde die Berufsschule St. Konrad von Father Dr. Pastor Mpora gemeinsam mit Rt. Rev. Bischof Callist Rubaramira (Kabale), Lokalpolitikern, Mitgliedern des Vereins in Österreich und den AnwohnerInnen der Umgebung eingeweiht und feierlich eröffnet.

Der Lehrbetrieb begann mit vier Klassen und der provisorischen staatlichen Erlaubnis zum Schulbetrieb für vorläufig zwei Jahre. Dies war mit der Auflage verbunden, ein Prüfungsgebäude mit integriertem Labor, einer Bibliothek und Verwaltungsräumen zu errichten. Bis dahin sollten die SchülerInnen die Prüfungen in nahe gelegenen Städten ablegen können.

2010 startete der Aufbau des Prüfungsblocks. Zuerst waren zwei Stockwerke geplant. Der angezeigte Raummangel zwang zur Erweiterung um ein Geschoss. Ergänzt wurden die Gebäude um ein Jungeninternat und ein Mädcheninternat, das nicht auf dem Schulgelände liegt.

2011 wurde die staatliche Erlaubnis zum Schulbetrieb bestätigt. Hierbei wurde es notwendig den Namen „College“ in „School“ zu verändern.

2015 Die staatliche Anerkennung als Ausbildungsbetrieb ist vorläufig genehmigt. Um die staatliche Genehmigung zu erhalten, müssen ebenfalls noch Gebäude mit guter Ausstattung an handwerklichen Geräten vorgehalten werden. Aktuell befinden sich die Werkstätten noch in Holzbauten. Hierfür wurde der Bauplatz bereits planiert. Für die Errichtung der Gebäude werden noch Sponsoren/Spenden benötigt.

2019 Wie schon berichtet, bekam unsere Berufsschule St. Konrad die volle Anerkennung als ein „Vocational Institute“ im März. Wir dürfen jetzt alle Prüfungen in der Schule durchführen. Um die volle Anerkennung zu behalten, sollten wir noch das Werkstattgebäude fertigstellen. Im kommenden Jahr planen wir den Bau der Werkstätten fortzusetzen.

2020 Anfang des Jahres meldeten sich 343 SchülerInnen an — die höchste Zahl seit Bestehen der Schule. Der Lehrkörper wuchs auf 33 Lehrkräfte. Im März musste die Schule wegen der Covid-19-Pandemie auf Anordnung der ugandischen Regierung schließen; der Lehrbetrieb ruhte über weite Teile des Jahres. Dennoch konnten zwei Bauvorhaben vorangetrieben werden: das neue Jungeninternat mit 60 Schlafplätzen und im August der Beginn der Arbeiten am zweiten Geschoss des Werkstättenblocks.

2021 Der Schulbetrieb startete am 28. Januar, wurde aber im Juni durch einen erneuten Lockdown unterbrochen. Das zweite Geschoss des Werkstättenblocks wurde fertiggestellt und um einen erweiterten Vorbau mit barrierefreier Auffahrtsrampe ergänzt. Beide Internate, für Buben und Mädchen, konnten abgeschlossen werden. Es entstanden zudem zwei Fußballplätze, nachdem Sport in Uganda zum verpflichtenden Unterrichtsfach geworden war.

2022 Ein wirtschaftlich schwieriges Jahr: Der Krieg in der Ukraine ließ den Euro gegenüber dem Uganda-Schilling stark fallen, die Lebensmittelpreise verdoppelten sich. Dennoch konnte am Werkstättenblock weitergebaut, eine Ecosan-Toilette für die Werkstätten fertiggestellt und eine Stützmauer gegen Schlammlawinen errichtet werden. Im Sommer entstanden wichtige neue Partnerschaften, unter anderem mit der Grubauer Stiftung, dem Möbelhaus XXXLutz, der BAU AKADEMIE Linz und Herrn Ernst Mayr (Fussl Modestraße).

2024 Ein Meilensteinjahr: Am 23. April feierte die Schule unter Vorsitz von Erzbischof Lambert Bainomugisha (Mbarara) ihre erste Absolventenfeier, 90 SchülerInnen erhielten ihre Zertifikate aus den Händen des Regionalbeauftragten der Berufsausbildungsbehörde UBTEB. Im selben Jahr wurde der Werkstättenblock, dessen Bau 2013 begonnen hatte, endgültig fertiggestellt und gesegnet. Außerdem stellte das ugandische Bildungsministerium die Berufsausbildung auf ein modulares, kompetenzorientiertes Prüfungssystem um.

2025 280 SchülerInnen, 43 Lehrkräfte und 18 Hilfskräfte tragen das Schulleben. Eine Ecosan-Toilette für die Mädchen im Wohnheim konnte errichtet werden. Bei den nationalen Berufsprüfungen des UVTAB erzielten sämtliche St.-Konrad-SchülerInnen die Bestnoten 1 oder 2, eines der besten Ergebnisse der Region. Der Schulchor gewann den Jubiläums-Liederwettbewerb der Diözese Kabale. Mit Anna Waibel und Hanna Tröbinger trafen im November zwei Freiwillige aus Österreich für einen einjährigen Einsatz ein, vermittelt durch die Organisation „Hilfe die ankommt".